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Bliemsr
aus Bonn offline
OC God 23 Jahre dabei !
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Hier wird ständig darüber gesprochen, dass die Firma "X" so-und-so-viel Gewinn gemacht hat und dass "die Schweine" jetzt Leute erpressen. Das ist eine so kranke und fundamental falsche Argmentation! Ich muss daran erinnern, dass die Firma dem Chef oder dem Vorstand oder den Aktionären gehört. NICHT DEN MITARBEITERN! Wieso wird hier ständig gesagt: Daimler hat letztes Jahr x-Milliarden verdient, und jetzt wollen sie Artbeitszeiten verlängern. Ich frage: "Wo zum Teufel ist das Problem"? Die Firma gehört dem Inhaber, und der darf Angebote unterbreiten: "Arbeite für mich für einen Hungerlohn". Der Arbeiter hat immernoch das Recht, abzulehnen. Welche Rolle spielen in diesem Vorgang die Gewinne des letzten Jahres? Ich sag' Euch eins: Deutschland ist nicht mehr eine Sozial-Gesellschaft, sondern eine Neid-Gesellschaft. "Nehmt es den Wohlhabenden weg, und gebt es denen, die weniger haben". Ich meine, dass bei dieser Mentalität nicht noch mehr Firmen ausgewandert sind, grenzt an ein Wunder. Ich bin garantiert nicht wohlhabend, garantiert kein Firmenbesitzer, aber ich habe den Anstand zu behaupten, dass jeder die Freieheit haben sollte, selbst zu entscheiden, wie er sein Geschäft vorantreibt, ohne das ständige Genörgle von Gewerkschaften, Tierschützern, Frauenbeauftragten, etc.... Unternehmen in Deutschland haben einfach keine Freiheit. Deshalb bin ich FÜR die Abschaffung der 35 Std. Woche, für die Kürzung von Urlaub, etc... . Und das, obwohl es mich direkt treffen würde, wie jeden anderen auch. Aber nur so kommen wir aus dieser Misere.
Intel i5 2500K @ 4400 (44x100 MHz) auf ASrock P67 Pro3
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Beiträge gesamt: 2726 | Durchschnitt: 0 Postings pro Tag Registrierung: Juni 2001 | Dabei seit: 8699 Tagen | Erstellt: 9:36 am 16. Juli 2004
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Romek
aus Frankfurt am Main offline
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so kommen wir in eine sklaverei wenn es mehr arbeiter, als arbeitsplätze gibt, kann die firma die löhne ins bodenlose drücken. wie du schon gesagt hast, es findet sich immer einer, der den gleichen job für weniger erledigt, weil ers nötiger hat. nur was passiert mit dem, der entlassen (ersätzt) wurde. er rutsct auch in eine not rein. irgendwann muss er doch für weniger arbeiten. aber dann findet sich immernoch einer der für weniger den job macht. wo soll das hinführen ? etwa, dass wir uns freuen dürfen, dass wir für 5 euro/h schaffen dürfen, denn in china machts einer für noch weniger. es hat einen grund, warum wir tarifverträge haben. der grund ist der, dass jeder arbeiter für seine arbeit anständig entlohnt wird. wenn die firmen die freiheit bekommen, von der du sprichst, werden wir alle betelarm. man sollte auch nicht vergessen, dass die deutschen firmen den erfolg mit deutschen arbeitern geschafft haben, und ich kann die philosophie der firmen nicht unterstützen. noch vor paar jahren waren deutsche firmen überwigend vom deutschen binnenmarkt abhängig, so mussten auch die menschen in deutschland geld haben, damit es den firmen gut geht. heute leben die meisten deutschen firmen vom export. so ist es jetzt egal, ob die deutschen geld haben oder nicht, denn sie sind als kunden nicht mehr relevant. so stellen sich die firmen jetzt nach dem moto: arbeite für weniger geld, oder fick dich ins knie, wir gehen ins ausland. euch brauchen wir nicht mehr. wir haben neue absatzmärkte. eine firma ohne arbeiter ist keine firma. habe jetzt leider keine zeit mehr, um das thema weiter auszuführen, aber ich melde mich noch später
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Beiträge gesamt: 1671 | Durchschnitt: 0 Postings pro Tag Registrierung: Dez. 2003 | Dabei seit: 7792 Tagen | Erstellt: 11:54 am 16. Juli 2004
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Bliemsr
aus Bonn offline
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Tja, dann darf ich Euch mal was an Fakten mitteilen? China: keine Gewerkschaften, kein Umweltschutz, keine übertriebene Krankenversicherung, kein Mutterschutz, so gut wie kaum Urlaub. "Hire and Fire" ist dort an der Tagesordnung. Soziale Verantwortung? Fehlanzeige! Und was ist das Ergebnis? Wirtschaftswachstum Chinas allein im ersten Halbjahr 2004: wieder 9% !! Eine Firma in China und in allen anderen Teilen der Welt bedeutet normalerweise: Geld verdienen, Dienste leisten, Mitarbeiter einstellen und diese zur Arbeit zu bewegen. "Produzieren und generieren" ist die Haupt-Aufgabe einer normalen Firma. In Deutschland hingegen wird eine Firma oder ein Unternehmen nicht als Generator angesehen, sondern sofort als soziale Einrichtung, die sich um Kranke, Faule, Unqualifizierte kümmern muss, die dann auch kräftig geschröpft werden kann. In Deutschland wird nicht darauf Wert gelegt, dass eine Firma was herstellt und Güter oder Leistungen produziert. Nein. Es ist wichtiger, dass man die Firmen schröpfen, aussaugen kann. Die vielen Auflagen (Umweltschutz, Behindertenquote, Frauenquote, horrende Steuern, Versicherungen, Kündigungsschutz, 35-Stundenwoche) sind absolute Bremsen des Wachstums. Und deshalb kommt Deutschland auf nicht mal 1% Wachstum pro Jahr. Schade, aber wahr. Und Jungs, ich habe es schon so oft geschrieben: hört doch bitte auf mit diesem ewigen "ja, wo kämen wir denn hin wenn bla...bla...". Streicht das "Wenn" aus Eurem Wortschatz. Regel Nummer eins für gute Führer: "Ist-Situation erkennen, Probleme lösen, Ziel erreichen!" Die Situation in Deutschland ist ein Trauerspiel, und wir sollten aufhören, mit dem Konditional "wäre, könnte, müßte" zu argumentieren. Die Lage ist katastrophal und sie muß geändert werden. Sprichwörtlich ohne "wenn und aber".
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Beiträge gesamt: 2726 | Durchschnitt: 0 Postings pro Tag Registrierung: Juni 2001 | Dabei seit: 8699 Tagen | Erstellt: 16:33 am 16. Juli 2004
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Bliemsr
aus Bonn offline
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Romek: Du sagst, die Lage der Arbeiter in Deutschland sei katastrophal, aber nicht die Lage der großen Firmen. Ich frage: wie willst du das ändern? Du kannst doch nicht einfach der Firma ihre Güter wegnehmen und sie den "armen" Arbeitern geben, einfach mal so umverteilen. Das verstößt gegen jede Regel des Verstands und übrigens auch gegen die Unversehrtheit des Besitzes. Man kann nicht einfach den Leuten und den Firmen ihr Eigentum wegnehmen und es "einfach mal so" denen geben, die weniger haben. Manche wünschen sich, es wäre so, manche nennen es Sozialstaat, aber ich nenne es den größten Verstoß gegen die Regeln der Natur. Wenn jemand etwas haben will, dann muss er etwas dafür tun. Und wenn jemand etwas hat, dann soll er, verdammt nochmal, das Recht dazu haben, es zu verteidigen. Wenn Mercedes 40 Fantastillionen Euro Gewinn gemacht hat im letzten Jahr, dann ist das für die Diskussion der 40 Stunden Woche vollkommen irrelevant. Mercedes und alle Fimren sollte seinen Arbeitern weiterhin ein Angebot unterbreiten dürfen, und sei es noch so asozial. Die Arbeiter sollten sich überlegen, ob sie es annehmen oder nicht. Wenn sie es nicht akzeptieren, Pech gehabt, denn in Polen oder der Tschechei wird jeder diesen Job dankbar annehmen und ihn für ein Zehntel des Gehalts verrichten. Beispiel, damit Ihr mich besser versteht. Wenn du eine Grafikkarte brauchst, schaust du bei Ebay rein. Da sind vielleicht zwei Anbieter. Einer aus Deutschland und einer aus Polen. Beide bieten genau die gleiche Karte an. Der Deutsche will für seine Graka 200 Euro, der Pole nur 50 plus 4 Euro Versand. Frage: Wo kaufst du die Grafikkarte? Nächste Frage: Vielleicht willst du nicht direkt beim Polen kaufen, vielleicht hast du Sympathie mit dem deutschen Verkäufer und schreibst ihn an, sagst ihm, dass seine Graka zu teuer ist, er soll etwas mit dem Preis runtergehen, weil du die gleiche Karte beim Polen billiger bekommst. Und nun stell dir vor, der Deutsche sagt dir: "Hey, Romek, bist du verrückt? Ich will, dass du für meine Grafikarte 200 zahlst, du hast doch schließlich letztes Jahr beim Kellnern soviel verdient, du hast es ja, gib mir 200,- für die Karte". Frage: kaufst du dann, angesichts dieser "guten" Argumentation beim Deutschen? Nein, du wirst es nicht tun. Du wirst in die Auktion des polnischen Verkäufers klicken und die Graka per Sofortkauf für 54,- Euro, abstauben. Frage: welche Rolle spielt, wieviel du verdient hast? Würdest du es tolerieren, dass dich jemand zwingt, die teure Karte zu kaufen? Ich würde ausrasten. (Geändert von Bliemsr um 16:21 am Juli 22, 2004)
Intel i5 2500K @ 4400 (44x100 MHz) auf ASrock P67 Pro3
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Beiträge gesamt: 2726 | Durchschnitt: 0 Postings pro Tag Registrierung: Juni 2001 | Dabei seit: 8699 Tagen | Erstellt: 12:00 am 21. Juli 2004
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